
1. Was der Untergrund können muss
Ein aufgeschraubter Pfosten hält nur so gut wie das, worin die Anker stecken. Geeignet ist tragfähiger Beton: eine Betonbodenplatte, ein Betonsockel, eine betonierte Mauerkrone oder ein Betonstreifen, den Sie eigens dafür gießen.
- Dicke des Betons: Wie dick der Beton mindestens sein muss, hängt vom Anker ab. Die Mindestbauteildicke steht im Datenblatt des Ankers.
- Zustand: Der Beton darf nicht gerissen, bröselig oder hohl sein. Klopfen Sie die Stelle ab: Ein dumpfer, hohler Klang ist ein Warnzeichen.
- Mauerwerk: Auf einer gemauerten Mauer halten Bolzenanker für Beton nicht zuverlässig. Dort brauchen Sie Anker, die für Mauerwerk zugelassen sind, oder eine betonierte Mauerkrone.
2. Bolzenanker: Anzahl, Bohrloch, Randabstand
Je Fußplatte setzen Sie vier Bolzenanker. Die Anker gehören nicht zum Lieferumfang der Pfosten und Fußplatten, Sie bestellen sie separat: Bolzenanker.
Vier Bolzenanker kosten derzeit rund 16 €* je Pfosten (Stand: 17.10.2026, inkl. MwSt., zzgl. Versand).
Bohrdurchmesser, Bohrtiefe, Mindestabstand zum Rand des Betons, Abstand der Anker untereinander und das Anzugsmoment stehen im Datenblatt des Ankers. Halten Sie sich genau an die Werte laut Datenblatt des Ankers. Zu nah an der Kante gesetzt, sprengt der Anker beim Anziehen den Beton ab.
- Pfosten aufstellen, ausrichten, Bohrlöcher durch die Fußplatte anzeichnen.
- Bohren, Bohrloch gründlich ausblasen oder aussaugen. Staub im Loch mindert den Halt.
- Anker durch die Platte einschlagen und mit dem vorgegebenen Anzugsmoment anziehen.
- Nach den ersten Wochen noch einmal nachziehen.
Werkzeug dafür: ein Bohrhammer mit Betonbohrer im Durchmesser laut Datenblatt, eine Ratsche oder ein Schlüssel für die Ankermuttern, Wasserwaage und Schnur. Wie Sie danach die Matten befestigen, zeigt die Montageanleitung.
3. Welche Fußplatte wofür?
- Pfosten mit angeschweißter Bodenplatte: Die übliche Lösung für neue Zäune, zu finden unter Pfosten zum Aufschrauben. Der Pfosten ist 50 mm länger als die Matte hoch ist (siehe Tabelle).
- Fußplatte mit 140 mm Holm: Der Holm steckt im Pfosten 60 × 40 mm. Für Eckpfosten 60 × 60 mm gibt es eigene Eck-Fußplatten, alle unter Bodenplatten und Fußplatten.
- Winkel-Fußplatte: für Pfosten direkt vor einer Wand oder an der Kante einer Terrasse. Sie dübeln in die senkrechte Fläche statt in den Boden. Bei Mauerwerk halten Sie mindestens eine Steinhöhe Abstand zur Kante.
- Fußplatte für Torpfosten (60 × 60 mm oder 80 × 80 mm): für Torpfosten auf vorhandenem Beton, passend zum Profil der Torpfosten. Nehmen Sie hier Anker, die für dynamische Lasten zugelassen sind, denn jedes Öffnen des Tors wirkt als Hebel auf den Fuß.
| Zaunhöhe | Mattenhöhe | Pfosten zum Aufschrauben | Pfosten zum Einbetonieren |
|---|---|---|---|
| 60 cm | 630 mm | 680 mm | 1.200 mm |
| 80 cm | 830 mm | 880 mm | 1.400 mm |
| 100 cm | 1.030 mm | 1.080 mm | 1.600 mm |
| 120 cm | 1.230 mm | 1.280 mm | 1.800 mm |
| 140 cm | 1.430 mm | 1.480 mm | 2.000 mm |
| 160 cm | 1.630 mm | 1.680 mm | 2.200 mm |
| 180 cm | 1.830 mm | 1.880 mm | 2.400 mm |
| 200 cm | 2.030 mm | 2.080 mm | 2.600 mm |
4. Warum Pflaster nicht reicht
Pflastersteine liegen lose im Sand- oder Splittbett. Ein Anker in einem einzelnen Stein hält nur diesen Stein, und der Stein hält nur durch sein Gewicht und die Nachbarsteine. Drückt der Wind gegen den Zaun, hebelt der Pfosten den Stein aus dem Bett. Gehwegplatten sind zudem zu dünn für einen Anker. Auf Pflaster und Platten setzen Sie deshalb keine Aufschraubpfosten, auch wenn die Fläche fest wirkt.
5. Die Alternative: Betonfundament unter dem Pflaster
Soll der Zaun durch eine gepflasterte Fläche laufen, gibt es zwei saubere Wege:
- Einbetonieren: Pflaster an den Pfostenstellen aufnehmen, ein Punktfundament graben (rund 30 × 30 cm, rund 80 cm tief, unten 10–20 cm Kies), Pfosten einbetonieren und das Pflaster wieder anschließen. Das ist meist die einfachste Lösung: Pfosten zum Einbetonieren.
- Betonstreifen oder -block: Unter der Zaunlinie einen Betonstreifen gießen, der so dick ist, wie das Datenblatt des Ankers es verlangt, und den Pfosten darauf aufschrauben. Das lohnt sich, wenn der Zaun später wieder abnehmbar sein soll.
6. Kosten: Aufschrauben oder Einbetonieren?
Beim Einbetonieren kaufen Sie Beton und Kies dazu und graben die Löcher, beim Aufschrauben kommen die Anker dazu, dafür entfallen Erdarbeiten und die Wartezeit auf den Beton. Die Preise der Pfosten beider Varianten sehen Sie in den Kategorien Aufschrauben und Einbetonieren, die Komplettsets gibt es in beiden Ausführungen, zum Beispiel das Komplettset 6/5/6 Anthrazit zum Aufschrauben. Einen Überblick über alle Posten gibt der Ratgeber Was kostet ein Doppelstabmattenzaun?