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Zaunpfosten setzen: einbetonieren oder aufschrauben

Ob die letzte Matte passt, entscheidet sich beim Setzen der Pfosten. Lochmaß, Kiesbett, Beton je Pfosten, die Höhe nach der Matte und der Abstand, den Sie Feld für Feld an der Matte messen.

Ob die letzte Matte zwischen die Pfosten passt, entscheidet sich, bevor die erste Matte hängt. Diese Seite vertieft die Schritte „Fundament“ und „Pfosten setzen“ aus unserer Montageanleitung. Maßgeblich bleibt die Anleitung, die Ihrer Lieferung beiliegt.

Zaunpfosten in Anthrazit mit Pfostenkappe zwischen zwei Doppelstabmatten an einer Wiese
Beispiel aus der Praxis: Zaunpfosten in Anthrazit mit Pfostenkappe.

1. Einbetonieren oder aufschrauben?

Das entscheidet der Untergrund. In gewachsenem Boden werden die Pfosten einbetoniert. Aufgeschraubt wird nur auf tragfähigem Beton, etwa einer Bodenplatte oder einem Betonsockel; Pflaster reicht nicht. Welcher Untergrund trägt, steht im Ratgeber Zaun aufschrauben.

Die Pfostenlänge hängt an der Zaunhöhe: Der Pfosten zum Einbetonieren ist 60 cm länger als die Nennhöhe, bei 120 cm also 1.800 mm. Der Pfosten zum Aufschrauben ist 50 mm länger als die Matte, bei 120 cm also 1.280 mm. Alle Längen stehen im Ratgeber Welche Zaunhöhe passt?

2. Werkzeug und Material

  • Spaten oder Erdbohrer mit 30 cm Durchmesser
  • grober Kies für das Kiesbett und Fertigbeton in Säcken à 25 kg
  • Wasserwaage, mindestens 80 cm lang, Maurerschnur und Holzpflöcke
  • Dachlatten, Schraubzwingen und Holzkeile zum Abstützen
  • eine Matte zum Anhalten und eine zweite Person

Beton und Kies gehören nicht zum Lieferumfang, die besorgen Sie im Baustoffhandel.

3. Endpfosten zuerst, dann die Schnur

Setzen Sie zuerst die Eck- und Endpfosten und spannen Sie zwischen ihnen eine Schnur auf Höhe der Pfostenoberkante. An jeder 90°-Ecke steht ein Eckpfosten 60 × 60 mm. Der Zaunpfosten 60 × 40 mm steht mit der schmalen 40-mm-Seite nach vorn; die Matten werden vorn am Pfosten befestigt. Gehört ein Tor in den Zaun, setzen Sie zuerst die beiden Torpfosten auf das Maß des Tors und arbeiten von dort Feld für Feld weiter.

4. Das Loch: Maß und Kiesbett

Graben Sie das Loch mindestens 30 cm im Durchmesser oder 30 × 30 cm groß und rund 80 cm tief. Unten kommen 10 bis 20 cm grober Kies hinein. Die Schicht lässt Wasser versickern, statt es unter dem Beton stehen zu lassen. Als frostfrei gilt in Deutschland meist eine Gründung ab etwa 80 cm, in Höhenlagen mehr. Bei hohen Zäunen mit Sichtschutz und in bindigem Lehmboden liegt die Betonsohle deshalb bei 80 cm.

Graben Sie nicht alle Löcher vorab. Jedes Loch kommt erst dran, wenn der vorige Pfosten steht und Sie die Lage an der Matte gemessen haben (Schritt 6).

5. Höhe nach der Matte einstellen

Richten Sie die Pfostenhöhe nach der Matte aus, nicht nach dem Loch. Die Matte steht 3–5 cm über dem Boden, die Pfostenoberkante liegt knapp unter den Spitzen. So steckt der Pfosten rund 55–57 cm tief im Beton, und das ist so vorgesehen. Am einfachsten stellen Sie eine Matte auf zwei Holzklötze von 3 bis 5 cm neben den Pfosten und markieren die Höhe. Dann sitzen auch die Haltepunkte richtig: Die Klemmplättchen greifen über die waagerechten Doppeldrähte, bei 120 cm Zaunhöhe sind das 5 je Pfosten.

6. Abstand: jeden Pfosten an der Matte messen

Eine Matte ist 2.510 mm breit. Geplant wird mit 2,5 m je Feld, am Bau stehen die Pfosten von Mitte zu Mitte aber rund 2.520 mm auseinander, zwischen zwei Pfosten bleiben rund 2.480 mm frei. Das sind 2 cm mehr je Feld als der Planwert. Wer alle Löcher nach 2,5 m gräbt, liegt nach zehn Feldern 20 cm daneben.

Deshalb: Halten Sie die Matte an den stehenden Pfosten, stellen Sie den nächsten Pfosten an das andere Mattenende und richten Sie ihn an der Schnur aus. Erst dann graben und betonieren Sie. Ein Pfosten, eine Matte, nächster Pfosten.

7. Beton einfüllen und ausrichten

Ein rundes Loch mit 30 cm Durchmesser braucht rund 45 Liter Beton, also 4 Säcke à 25 kg. Ein quadratisches Loch mit 30 × 30 cm braucht rund 60 Liter, also 5 Säcke.

  1. Pfosten ins Loch stellen und mit Holzkeilen grob fixieren.
  2. Beton nach der Angabe auf dem Sack anmischen, schichtweise einfüllen und verdichten.
  3. Nach jeder Schicht mit der Wasserwaage prüfen, in beide Richtungen.
  4. Oben bis etwa 5 cm unter die Oberfläche füllen und leicht schräg nach außen abziehen, damit Regenwasser vom Pfosten wegläuft. Nicht pilzförmig über den Lochrand ziehen.
  5. Mindestens 48 Stunden aushärten lassen, bei Kälte deutlich länger. Bei Frost keinen Beton gießen.

Schrauben Sie in dieser Zeit keine Matte fest. Der Beton fühlt sich früher fest an, als er belastbar ist.

8. Aufschrauben auf Beton

Pfosten zum Aufschrauben haben eine angeschweißte Bodenplatte. Je Pfosten setzen Sie vier Bolzenanker; sie gehören nicht zum Set und werden separat bestellt.

Vier Bolzenanker kosten derzeit rund 16 €* je Pfosten (Stand: 17.10.2026, inkl. MwSt., zzgl. Versand).

Bohrdurchmesser, Bohrtiefe und Randabstand stehen im Datenblatt des Ankers. Saugen Sie das Bohrloch aus, ziehen Sie die Anker mit dem angegebenen Moment an und nach den ersten Wochen noch einmal nach.

9. Torpfosten

Torpfosten tragen den Flügel und jede Bewegung beim Öffnen. Sie werden einbetoniert, auch beim Gartentor-Set zum Aufschrauben, in dem nur die Zaunpfosten Bodenplatten haben. Das Fundament wird größer: etwa 40 × 40 cm und so tief, dass die Sohle bei rund 80 cm liegt. Das sind rund 120 Liter Beton, etwa 10 Säcke je Torpfosten. Den Abstand setzen Sie mit einer Schablone auf die lichte Weite des Tors, Schritt für Schritt im Ratgeber Gartentor montieren.

Versand: Einzelne Pfosten verschicken wir für 39,90 € Sperrgutversand, ab 1.499 € (Nahgebiet) bzw. 2.499 € (Fernzone) Warenwert versandkostenfrei. Je Versandart ein Betrag, alle Beträge im Warenkorb werden addiert. Die Wertgrenzen gelten für den Warenwert des ganzen Warenkorbs. Alle Pfosten finden Sie unter Pfosten zum Einbetonieren und Pfosten zum Aufschrauben.

* Alle Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Abholung in Rheine 0 €.

Fragen

Häufige Fragen zu diesem Thema

Häufige Fragen
Wie tief muss ein Zaunpfosten in den Beton?

Der Pfosten zum Einbetonieren ist 60 cm länger als die Nennhöhe. Weil Sie die Höhe nach der Matte einstellen (3–5 cm Bodenfreiheit, Pfostenoberkante knapp unter den Spitzen), steckt er rund 55–57 cm tief im Beton. Das Loch ist rund 80 cm tief, unten liegen 10 bis 20 cm Kies.

Wie groß muss das Loch sein, und wie viel Beton brauche ich?

Mindestens 30 cm im Durchmesser oder 30 × 30 cm, rund 80 cm tief. Ein rundes Loch braucht rund 45 Liter Beton (4 Säcke à 25 kg), ein quadratisches rund 60 Liter (5 Säcke). Torpfosten brauchen ein größeres Fundament.

Wie weit stehen die Pfosten auseinander?

Von Mitte zu Mitte rund 2.520 mm, also etwas mehr als die 2,5 m, mit denen geplant wird. Messen Sie deshalb jeden Pfosten an der angehaltenen Matte aus, statt alle Löcher vorab nach Maß zu graben; sonst fehlen nach zehn Feldern rund 20 cm.

Wann kann ich die Matten festschrauben?

Frühestens nach 48 Stunden, bei Kälte deutlich später. Der Beton fühlt sich früher fest an, als er belastbar ist. Wer vorher festschraubt, verschiebt die Pfosten.

Wozu dient der Kies unter dem Beton?

10 bis 20 cm grober Kies auf dem Lochgrund lassen Wasser versickern, statt es unter dem Fundament stehen zu lassen. Gegen Frost helfen vor allem ausreichende Tiefe und ein Fundament, das sich nach oben nicht verbreitert.

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